„Erasmus+: Türen nach Europa öffnen“ – die Marie-Curie-Oberschule Dohna ist dabei

Erasmus+ ist das Programm der Europäischen Union für Bildung, Jugend und Sport. Unser Projektantrag 2018 (Leitaktion 1) mit dem Titel „Aufbau einer europäischen Schulkooperation zur Unterstützung inklusiver Schulentwicklung an der Marie-Curie Oberschule Dohna“ war erfolgreich. Somit können sich in den nächsten 12 Monaten ( Projektzeitraum Juni 2018 – Mai 2019) fünf Lehrkräfte unserer Schule europaweit beruflich fortbilden um neue Ideen und Konzepte in den (inklusiven) Schulalltag einzubringen, ein anderes europäisches Land kennenzulernen und Verbindungen zu anderen Schulen in ganz Europa aufzubauen.

Um allen Kindern- und Jugendlichen unserer Schule optimale Lernbedingungen zu ermöglichen, versuchen wir Lernprozesse zu individualisieren. Dazu dient das derzeitige Arbeiten in Differenzierungsgruppen bzw. jahrgangsübergreifenden Projekten. Des Weiteren ist es notwendig, im Bereich der interkulturellen Kompetenz der Schüler/innen zu arbeiten. Es entsteht die Notwendigkeit, mit anderen Kulturen in einen Austausch zu treten und gegenseitig voneinander zu lernen. Dies kann zukünftig vor allem im Rahmen von gemeinsamen Projekten stattfinden. Um als Schule weiterhin an der Zukunftsfähigkeit und Qualität der Bildung zu arbeiten, ist uns die Stärkung der europäischen Dimension und die Internationalisierung unserer Schule wichtig.

Im Rahmen dieses ersten Projektantrages soll die Fortbildung einzelner Lehrkräfte im Vordergrund stehen. Durch die Teilnahme soll die Handlungskompetenz in Bezug auf internationale Kooperationen erhöht werden. Im nächsten Schritt sollen in den Folgejahren Austauschprojekte sowohl für Lehrkräfte im Sinne der Schulentwicklung (Arbeit an einem gemeinsamen Projekt) als auch für Schüler/innen stattfinden.

Die europäische Idee soll in unserer Schule erlebbar werden.


REISEBERICHTE


„Calimera“ heißt „Guten Morgen“! – Erfahrungsbericht während meines Seminaraufenthaltes auf Kreta

Im Rahmen der Erasmus+ – Leitaktion 1 nahm ich vom 24.02. bis 01.03.2019 am Lehrerfortbildungskurs zum Thema „Projektmanagement für interkulturelle Austauschprojekte in Europa“ in Heraklion auf der Insel Kreta teil.

Ich erfuhr in den sechs sehr intensiven Seminartagen viel über die Definition von Projektarbeit, über die Kriterien und die Entwicklung guter Schüleraustausch- und Schulprojekte sowie über ihre Finanzierung. Die Begriffe „Leitaktion 1“ und „Leitaktion 2“ sind nun keine rätselhaften Verschlüsselungen mehr für mich und mir wurde bewusst, welche Möglichkeiten die Erasmus+ – Leitaktion für unsere Schule bietet. Sofort hatte ich Ideen, diese mit meinen Kollegen und Schülern umzusetzen.

Dass das nicht so einfach aber mit viel Engagement machbar ist, bewiesen mir die Projektvorstellungen einiger Teilnehmer. Besonders stark beeindruckte mich das Projekt „Ausgrenzung hautnah“ der Don-Bosco -Schule aus Lippstadt, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt: Geistige Entwicklung. Deutsche und ungarische Schüler mit einer geistigen Behinderung arbeiteten zusammen zum Thema „Diskriminierung“ und stellten außerdem dar, was für sie „Europa“ bedeutet.

Der Erfahrungsaustausch mit Lehrern aller Schularten aus allen Teilen Deutschlands bereicherte diese Woche zusätzlich. Mit vielen neuen Kenntnissen und Ideen bin ich von diesem Seminar zurückgekehrt und hoffe, dass ich in den kommenden Monaten diese Motivation an einige meiner Kolleginnen und Kollegen weitergeben und sie motivieren kann, sich auch auf „den Weg nach Europa“ zu begeben.

Kathrin Schambach
Lehrerin

 


From the 5th of November to the 9th of November I took part in an English language course on Malta.

It was a part of our ERASMUS+ project.
I worked very hard to improve my English and I decided to write this short report in English in order to demonstrate my efforts and I hope you are motivated to read this text.

The training took place at ETI (Executive Trainings Institute) which is located in St. Jullians.The course was very intensive because we were only five trainees and our teacher Josie was very professional.

In my free time I visited the capital Valetta and the old capital Medina.There was also time for swimming in the Mediterranean Sea. I spent most of the free time with a colleague from Denmark because we arrived together and had our rooms next to each other. During one of our many chats together, I found out that her son plays football at RB Leipzig and in the national football team of Denmark. 

I also learned a lot about the educational system in Malta.
Learning starts at the age of three in kindergarten. The Maltese children grow up bilingually, they speak both Maltese and English. Afterwards they have to complete primary school, which is comparable with Germany. But then all students until the age of 16 learn together in various secondary schools and follow the same curriculum.
They have an inclusive educational system, so students with special needs learn together with the other students.
After that they continue high school for two more years or they can decide to go to a vocational college.
Everything in the field of education is free of charge. Moreover, during the course of their study at high school, university or vocational college the students are given a grant.
Last year they introduced a new system for kindergarten in Malta, which is more student-oriented because it meets their needs better and topics are more relevant to students. Hopefully it will be extended to other subjects and throughout the whole educational system. That`s why I look forward to finding a Maltese school to twin up with. This can serve a dual purpose as we can work together on improving our teaching techniques and at the same time improve our English language skills. 

It was a great time for me on a fascinating island. I am grateful for the opportunity to have the ERASMUS+ project for our school. Now I feel more comfortable to get in touch with other schools in Europe in order to exchange ideas for school development.

I would also recommend ETI language school in Malta for all who would like to work on their English.

Antje Ambos  
headteacher

 

 


Fortbildung „Project management in cross-cultural exchange projects in Europe” in Heraklion, Kreta vom 06.10 bis 13.10.2018

In Verbindung mit unserer Teilnahme am Erasmus+ Programm, flog ich in den Herbstferien nach Kreta, um mit Kursteilnehmern aus 8 Ländern gemeinsam zu arbeiten. Zunächst erhielten wir eine theoretische Einführung zu den verschiedenen Projektmöglichkeiten bei Erasmus+ und wie wir als Schulen erfolgreich europäische Partner finden und effektiv mit diesen Zusammenarbeiten können. In drei Workshops konnten wir zu Projekten mit Lehreraustausch, Projekten mit Schülerpartizipation und Projekten zur Vertiefung unserer interkulturellen Kompetenz arbeiten. Der gemeinsame Austausch und die tiefgreifenden Diskussionen ermöglichten uns die Entwicklung gegenseitigen Verständnisses und motivierten zur gemeinsamen Arbeit. Am Ende der Woche herrschte großer Tatendrang und der Wille die entstandenen Verbindungen zu intensivieren. Bis zur Bewerbungsfrist der Projekte für 2019 am 01.Februar gibt es aber noch eine Menge zu tun.

Jan Lorber 
Lehrer

 


There is an app for that.

Vom 01.10. bis zum 07.10.18 besuchte ich einen Lehrgang in Florenz. Dieser Kurs wurde vom Erasmus-Programm der Europäischen Union finanziert. Ich habe mir ganz speziell diesen Kurs herausgesucht, weil dort das Lernen mit mobilen Endgeräten – also mit Smartphone und Tablet – im Mittelpunkt stand.

Wir waren neun Teilnehmer: zwei Spanier, vier Belgier, zwei Deutsche und eine Kroatin. Diese kamen aus ganz unterschiedlichen Schulen – die Spanier von einer Grundschule, wo Kinder schon ab dem 5 Lebensjahr lernen, Die Belgier aus einem Gymnasium, die Kroatin und die Deutschen aus einer Oberschule.

Der Kurs war sehr interessant – allerdings ging es zügig hintereinander weg: Apps installieren, ausprobieren … und schon ging es weiter. Viel Zeit zum Überlegen blieb da nicht, denn schon stand die nächste App auf dem Programm. Trotzdem gab es eine Menge neuer und interessanter Dinge:

  • Trello oder Padlet:
    Apps, um alles, was im Unterricht passiert ist festzuhalten und allen Teilnehmern online zur Verfügung zu stellen
  • kahoot, Quizizz und Quizlet:
    Apps, um Übungsaufgaben um Unterricht in spielerischer Form als Quiz durchzuführen.
  • OBS:
    Eine Software, um Erklärvideos am eigenen Computer herzustellen.

Natürlich kam auch das touristische Programm nicht zu kurz.

Die Schule startete um 14:00 Uhr, da blieb am Vormittag viel Zeit für einen Stadtbummel und die vielen Sehenswürdigkeiten: Der Dom, die Uffizien, Palazzo Veccio, Piazza della Siognoria, Ponte Veccio, Museo Gelileio, … und viele andere mehr.

Von der Schule wurde eine Stadtführung „The hidden places of Firence“ angeboten. Interessant, einen Blick „unter die Straße“ zu tun und das alte Florenz zu entdecken.

Am Wochenende gab es dann noch einen Ganztagsausflug zu den schönsten Orten der Toscana: Siena, Montereggioni und San Giminiano.

Achja – die Sprache. Im Kurs wurde in Englisch gesprochen – kein Problem. Nur unser Lehrer, ein in Irland lebender Italiener hatte sich einen interessanten Slang angeeignet. Viel aufregender war da die Kommunikation in meinem Quartier bei meiner Gastfamilie – meine Wirtin sprach kein Deutsch, das hatte ich auch nicht erwartet. In den Unterlagen stand aber, dass sie ein „basic english“ spricht. OK, das wäre gegangen. In Wirklichkeit sprach sie aber kein einziges Wort Englisch 🙁

Zum Glück gab es aber auch dafür eine App – schon interessant, was die kleinen Smartphones alles so bringen …

Thomas Knapp
Informatiklehrer

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Fortbildung Inklusion „All children are special“ in Sevilla, Spanien
vom 11.06. bis 15.06.2018

Am 11.06.2018 machte ich mich mit großen Erwartungen im Rahmen unseres Erasmus+ Projektes auf den Weg nach Spanien. Bereits am 1. Fortbildungstag war ich begeistert von unserer Dozentin Ana Aurora, die mit Herz und Seele Lehrerin ist und uns die Fortbildungsinhalte mit viel Engagement und Freude näher brachte. Die anderen Kursteilnehmer/innen aus Bulgarien, Finnland und der Türkei bereicherten die Fortbildung durch ihre individuellen Erfahrungen im Schulalltag. Ich konnte mir zugleich einen ersten Überblick über die verschiedenen Schulsysteme und Erfolge in der inklusiven Beschulung verschaffen.

Die Fortbildung an sich war zu keiner Zeit langweilig, denn unsere Dozentin baute geschickt praktische Teile neben der umfangreichen theoretischen Grundlage ein. Es wurde nicht nur fleißig gemalt und Rollenspiele durchgeführt, es wurde sogar getanzt. Natürlich sollten all diese Übungen auch eine Inspiration für die Arbeit im inklusiven Klassenzimmer sein. Zuerst wurde allerdings die Frage geklärt, was inklusive Beschulung denn überhaupt bedeutet und welche Anforderungen es an die Lehrkräfte stellt.

Am zweiten Tag führte uns Ana Aurora in die spezielle Methodik im Umgang mit Schülern mit speziellem Förderbedarf ein. Am dritten Tag kam die Wichtigkeit einer vollkommenen Integration der Kinder mit Förderbedarf in den Klassenverband zur Sprache. Der nächste Teil der Fortbildung beschäftigte sich mit dem Thema der Diskriminierung bzw. Ausgrenzung von Schülern mit Förderbedarf und die überaus wichtige Rolle der Lehrer-Schüler-Beziehung stand im Fokus. Nun lagen bereits vier erlebnisreiche Fortbildungstage hinter mir.

Am letzten Fortbildungstag war Zeit für Fragen und einen persönlichen Ausblick für jeden Teilnehmer. Auch ich schrieb voller Enthusiasmus und Tatendrang meine Wünsche für das kommende Schuljahr auf und werde hart daran arbeiten, das Gelernte in Dohna umzusetzen. Während der Fortbildung konnte ich wertvolle Kontakte mit den anderen Teilnehmern knüpfen und erhielt sogleich Einladungen nach Sofia und Helsinki. Ein erster Schritt in Richtung internationale Schulpartnerschaften zum Austausch über das Thema schulische Inklusion. Mal sehen, was daraus wird …

Katharina Kummer
Erasmuskoordinatorin


 

 

 

 

 

 

 


Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.