Schüleraustausch Belarus (Dohna – Borissow)

Dieses Projekt wird von der gemeinnützigen Stiftung West-Östliche Begegnungen gefördert. 

Vom 09.03-13.03 2020 fuhren Schüler der Marie Curie Oberschule Dohna nach Belarus zu einem Schüleraustausch mit der Mittelschule Nr. 2 in Borissow. In diesem Bericht wird erzählt, was die Schüler erlebt haben.


Montag: Gegen 06:30 Uhr trafen sich alle 8 Schüler & beide Begleitlehrerinnen am Heidenauer Bahnhof und fuhren nach Dresden Hauptbahnhof und von dort aus  nach Berlin. Am Flughafen in Berlin Schönefeld angekommen und an den ganzen Sicherheitskontrollen vorbei, ging es kurz darauf auch schon ins Flugzeug und auf nach Weißrussland. Im Minsker Flughafen angekommen wurden wir bereits erwartet. Mit einem Kleinbus ging es dann zur Schule  in Borissow. Dort waren auch schon unsere Gastgeschwister, die aufgeregt auf uns warteten. Nachdem wir angekommen waren und unsere Gastfamilien gefunden hatten, ging es dann zu ihnen nach Hause. Dort unterhielten wir uns mit der Familie und erzählten alles über Deutschland und Weißrussland.

Dienstag: Gegen 08:00 Uhr trafen wir uns alle in der Schule, um einen Rundgang zu machen. Wir sahen viele Klassenräume, hörten interessante Dinge über die Stundenpläne und machten ein wenig Unterricht mit den Schülern. Nach dem Mittag ging es dann in die Aula wo für die deutschen Schüler ein paar tolle, coole Tänze aufgeführt wurden. Am Abend spielten dann einige Kinder Monopoly oder Twister oder wanderten mit der Gastfamilie durch die Stadt.

Mittwoch: Am Mittwoch gab es dann Russisch Unterricht. Wir bekamen Zettel mit russischen Texten, die wir auf Deutsch übersetzen mussten. Danach gab es einen Sport Wettbewerb. 2 Teams führten einen Parcours durch und bekamen einen Punkt pro Sieg. Am Ende wurde dann noch Pionier-Ball gespielt und mein Team gewann mit 17:15.

Donnerstag: Gegen 10:00 Uhr gab es eine Tour durch Minsk. Wir sahen die Nationalbibliothek, ein Miniatur-Museum und gingen in einem berühmten Warenhaus shoppen. Am Ende gab es Mittag in Mc Donalds, was, wie ich rausbekommen habe, total normal bei Klassenausflügen in Belarus  ist. Und dann kam der letzte Tag.

Freitag: Gegen 08:00 Uhr trafen sich alle Kinder das letzte mal in der Schule. Wir verabschiedeten uns, erinnerten uns an die vergangene Woche und fuhren dann mit gemischten Gefühlen zum Flughafen Minsk. Gegen 16:00 Uhr kamen wir in Heidenau an. Ich denke, alle werden Belarus und die Gastgeschwister vermissen. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch im nächsten Jahr.

Leon Steinert, 8a


Die gemeinnützige Stiftung West-Östliche Begegnungen fördert vielfältige Begegnungen für Völkerverständigung und Frieden mit den unabhängigen Staaten auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion, die dem Auf- und Ausbau von längerfristigen Partnerschaften und Beziehungen ihrer Bürger dienen. Insgesamt hat sie in den vergangenen 25 Jahren rund 4.600 Projekte im Schüler-, Jugend- und Kulturaustausch, als Bürgerbegegnungen und im Rahmen kommunaler Partnerschaften bewilligt und mit ca. 10,3 Mio. Euro gefördert. Im Mittelpunkt der unterstützenden Maßnahmen stehen die direkten Begegnungen zwischen Menschen aus Deutschland und den genannten Ländern, die als themen- oder projektbezogene Aktivitäten stattfinden.

 

 

 

 

 

 

 


DANKSAGUNG

Danke für die finanzielle und organisatorische Unterstützung für unseren Schüleraustausch Oberschule Dohna – Borisov, Belarus

Im Namen der Schulgemeinschaft der Oberschule Dohna bedanke ich mich bei der Stiftung West-Östliche Begegnungen für die Förderung unseres Besuches der Mittelschule Nr. 2 in Borisov, Belarus. Unser Ziel, eine Schulpartnerschaft mit dieser Schule aufzubauen, konnte mithilfe der Stiftungsgelder realisiert werden. Auch Dank der tatkräftigen Unterstützung von Anfang an durch Frau Sabel, Vorsitzende des Vereins „Gemeinsam in die Zukunft e.V. “, ist dieses Projekt überhaupt erst möglich geworden und  sehr erfolgreich gestartet. Inzwischen finden regelmäßige Kontakte per E-Mail oder sozialen Netzwerken sowohl zwischen den deutschen und belarussischen Schüler*innen als auch den Lehrkräften statt. Außerdem warten wir voller Spannung auf den Gegenbesuch der belarussischen Schüler*innen und Kollegen*innen und nutzen die Zeit bis dahin für die Planungsarbeit. Mein Dank gilt weiterhin unseren Schüler*innen, die sich aktiv im Projekt eingebracht haben. Des Weiteren bedanke ich mich bei den Eltern der Teilnehmer*innen, die sich auf dieses Abenteuer Ihrer Kinder eingelassen haben. Hier zwei Beiträge von Schülern der Klasse 8:

„Die Erlebnisse waren sehr interessant und wir haben viel über das bis dahin für uns unbekannte Land „Belarus“ gelernt. Die Reise hat mir neue Informationen und schöne Erinnerungen gebracht.“  

„Projektwoche als Schüleraustausch in Weißrussland? Nach kurzem Überlegen und Beraten in der Familie sagte ich zu. In Vorbereitung auf die Reise hatten wir außer dem Entrichten des Selbstkostenbeitrags und dem Beantragen des Reisepasses nicht viel zu tun. Es wurde alles von der Schule organisiert. Bereits vor der Reise tauschten wir Email-Adressen mit unseren Gastgeschwistern aus und schrieben uns gegenseitig. So wussten wir schon im Vorfeld, bei wem wir fünf Tage wohnen würden und für wen wir Gastgeschenke aussuchen. Die Anreise am Montag verlief reibungslos und wir wurden bei unseren Gastfamilien in Borisov herzlich aufgenommen. Erstes Erstaunen gab es über die Größe der Wohnung. Neben Küche und Bad gehörten noch zwei Zimmer dazu. Im kleineren Zimmer rückten nun Mutter und Tochter zusammen, damit ich das größere Zimmer nutzen konnte. Wir verbrachten drei erlebnisreiche Tage mit Unterrichtsbesuchen, Sport, Kulturprogramm, Stadtbesichtigung und Stadionbesuch. Aber am stärksten bewegten mich die abendlichen ungezwungenen Zusammenkünfte der weißrussischen und deutschen Schüler. Dort kamen wir uns wirklich näher, die Verständigung klappte und wir merkten, wie wenig uns trennt. Bepackt mit vielen Eindrücken und landestypischen Süßigkeiten landeten alle am Freitag wieder glücklich in der Heimat. Die nächsten Abende waren ausgefüllt mit Treffen auf Instagram. Nun freuen wir uns auf die Gegenbesuche unserer weißrussischen Freunde im nächsten Schuljahr.“

Katharina Kummer
Projektleiterin