Projekttag der Aktion Zivilcourage

Diskriminierung und Rassismus im Alltag –
ein Projekttag der Aktion Zivilcourage für die Klasse 10a

Wir, die Schüler*innen der Klasse 10a, durften am Projekt der Aktion Zivilcourage „Diskriminierung & Rassismus“ teilnehmen. Es sollte vor Allem darum gehen, wo und wie Diskriminierung stattfindet und wo sie sich im Alltag versteckt. Am Anfang waren wir alle ein bisschen skeptisch, was uns erwarten würde. Einige unserer Mitschüler*innen haben die Idee eines Projekttages im Glücksunterricht gehabt und mit Unterstützung des Glückslehrers Herr Birke, unserer Klassenlehrerin und der Schulsozialarbeiterin Frau Heisig organisiert.

 

Die Skepsis verflog jedoch im Laufe des Tages bei den meisten. Zuerst hatten wir einen Stuhlkreis gebildet und uns erstmal ein bisschen wie in einer Selbsthilfegruppe gefühlt.

Um uns besser kennenzulernen, haben Jana Nonne und Yvonne Bonfert von der Aktion Zivilcourage jedem einzelnem ein Kärtchen gegeben mit einer Frage darauf, zum Beispiel: „Gibt es eine Person, die dein Leben geprägt hat?“ oder „Wann hast du in deinem Leben einmal geschummelt?“.

Auf die Fragen haben wir sehr offen geantwortet, was die beiden Frauen ziemlich überrascht hat, da sie damit nicht gerechnet hatten.

Später wurden wir immer wieder in Gruppen aufgeteilt, zum Beispiel in Jungen und Mädchen oder ob wir Haustiere haben oder nicht. Das sollte zeigen, dass Gruppen sich ganz verschieden zusammensetzen können und wir alle verschiedenen Gruppen angehören.

Was wir nicht wussten, bzw. uns bisher noch nie so stark aufgefallen war, dass selbst in der Werbung Diskriminierung vorkommt. Selbst bei Kirchen, die ja eigentlich jeden Menschen mit offenen Armen empfängt, stießen wir auf Beleidigungen gegen Homosexuelle. So hieß es auf einem Plakat „I kissed a girl and I liked it and then I come to hell.”

Nach einer 40 minütigen Pause, die auch nötig gewesen war, mussten wir alle das Zimmer verlassen, um dann einzeln wieder hineingerufen zu werden. Überrascht bemerkten wir beim Hereinkommen, dass die Stühle völlig durcheinander angeordnet waren. Schweigend mussten wir uns auf einen der Plätze setzten, uns war nur erlaubt über unsere Gefühle zu sprechen, ansonsten galt es zu schweigen. So still ist die 10a noch nie gewesen! Für manche waren die Minuten langweilig oder das Schweigen schwer auszuhalten, für andere total entspannend.

Am Ende wurde uns eine Geschichte vorgelesen, von einem Diener, der zwar er arm, aber glücklich und am Ende reich und unglücklich war.

Unser Fazit: Ein abwechslungsreicher und anstrengender (aber schöner) Tag. Es hat uns gezeigt, dass es zu viele Vorurteile und Beleidigungen gibt, die sich in unseren Alltag eingeschlichen haben.

DAS MÜSSEN WIR ERKENNEN UND WENN MÖGLICH ÄNDERN!

Begegnen wir den Menschen doch einfach mit Liebe und Freundlichkeit, so wie auch wir das von Anderen erwarten würden.